Kulturgutschutz

 

Heute kam mir in The Art Newspaper in einem Artikel über die wohl illegale Ausfuhr eines angeblich aus dem Besitz von Joan d’Arc stammenden Ringes ein Absatz über das britische Kulturschutzgesetz unter:

„A licence is required for items of national importance worth over £39,219 (£65,000 within the European Union) and which have been in the UK for more than 50 years.“

Schon im letzten Sommer mochte mir die bisweilen arg boshafte Kritik an der neuen Gesetzesvorlage der Staatsministerin für Kultur und Medien nicht so ganz einleuchten. Und die eilige Aufkündigung einiger Leihverträge an wichtigen deutschen Museen durch die Künstler verdeutlichten wohl auch eher deren langfristige Pläne, die Werke durch die Ausstellung in den Museen zu adeln um sie danach international zu versilbern. Schade war es darum zweifellos nicht!

Der Hinweis auf die englische Regelung macht aber deutlich, dass ein solches Gesetz, und das deutsche ist noch deutlich weiter gefasst (Kunstwerke, die über 70 Jahre im Land sind, mit einem Wert von über 300.000 €, nur bei Papierarbeiten von 70.000 €), sicher kein Hindernis für den Kunsthandel darstellt. Denn wo werden die höchsten Preise erzielt? Richtig, bei den Auktionen in London!

Weshalb die deutschen Kunsthändler dann revoltierten? Man weiß es nicht so recht. Vielleicht steht da bei einigen wichtigen Kunden doch nicht so sehr das Interesse an der Kunst im Mittelpunkt, sondern eher die zahllosen Möglichkeiten von KorruptionGeldwäsche und Kapitalflucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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